Freitag, 20. Oktober 2017

 

Die richtige Outdoor-Jacke für die Alpentour

Die Anforderungen an Outdoor-Jacken sind hoch, gerade im alpinen Bereich. Denn sie müssen nicht nur bei jeder Witterung warm und trocken halten, sondern auch bei körperlicher Aktivität ausreichend Bewegungsfreiheit bieten und eine gute Belüftung ermöglichen. Solch komplexe Anforderungen erfordern nicht nur eine durchdachte Konstruktion, sondern meist auch einen Mix unterschiedlicher Materialien. 

Outdoor-Jacken sind heute fast ausnahmslos in drei Lagen gefertigt: Die Außenhaut soll vor allem Wind und Regen abhalten, darüber hinaus aber auch robust und reißfest sein. Dahinter ist das Innenfutter samt Membrane angeordnet, welches den durch Schweiß entstehenden Wasserdampf vom Körper wegtransportieren und gleichzeitig wärmen soll. Die innere Lage wiederum muss saugfähig und anschmiegsam sein − schließlich soll die Jacke auch angenehm zu tragen sein. Je nach Einsatzzweck fällt das Innenfutter unterschiedlich stark aus, was die Temperaturstabilität beeinflusst. Um diese Ansprüche jeweils erfüllen zu können, werden in den Lagen jeweils verschiedene Materialien verwendet.

Kunstfasern: reißfest und formstabil

Die Außenhaut einer Outdoor-Jacke besteht zumeist entweder aus Polyamid oder Polyester und soll vor allem Regen und Wind abhalten. Tatsächlich besitzen beide Kunstfasern diese Eigenschaft, sind außerdem bei geringer Materialstärke sehr reißfest und haben eine hohe Formstabilität. Im direkten Vergleich ist Polyester noch etwas reiß- und scheuerfester als Polyamid, dafür auch weniger dehnbar. Außerdem kann die Faser weniger Wasser aufnehmen. Diese Eigenschaft wird aber häufig benötigt (beispielsweise soll eine Outdoor-Jacke Wasserdampf durch Schweiß absorbieren und nach außen transportieren). 

Polyamid findet sich unter Umständen auch als Nylon in Outdoor-Jacken wieder. Dabei handelt es sich aber lediglich um einen Handelsnamen für dasselbe Material, der nicht geschützt wurde und deshalb heute von jedem Unternehmen verwendet werden darf. 

Gore-Tex: Membran und viel mehr

Auch der Klassiker Gore-Tex ist chemischer Herkunft. Die aus Teflon bestehende Membran ist gleichermaßen wasserdicht wie atmungsaktiv. Erreicht werden diese Eigenschaften durch ein feines Gitternetz, welches für Wasser zu engmaschig ist, Dampf hingegen hindurchlässt. Mittlerweile gibt es verschiedene Materialpaarungen, die mit dem Namen "Gore-Tex" verkauft werden, wie beispielsweise Gore-Tex Performance Shell oder Gore-Tex Active Shell. Allen gemein ist die Gore-Tex-Membran; Unterschiede bestehen hauptsächlich in der Kombination mit weiteren Materialien.

Naturfasern werden nur noch wenige in Outdoor-Kleidungsstücken verarbeitet. Zu den wichtigsten Fasern überhaupt zählt dabei die Baumwolle. Die Naturfaser ist saugfähig, anschmiegsam und dabei auch sehr haltbar. Auch moderne Outdoor-Jacken kommen selten ganz ohne Baumwolle aus − zumindest in Kombination mit Kunstfasern findet es sich häufig wieder. 

Neben dem Blick auf das Material, sollte bei der Entscheidung für ein konkretes Modell auch auf dessen hochwertige Verarbeitung geachtet werden: Nähte müssen sorgfältig verschweißt sein, um Wasserdichtigkeit zu garantieren. Ein Schwachpunkt sind oft die Reißverschlüsse −  auch hier muss eine Abdichtung sichtbar sein. 

Auskunft über die Wasserdichtigkeit gibt die sogenannte Wassersäule. Hierbei wird der Wasserdruck angegeben, den die Outdoor-Jacke standhalten kann. Experten raten zum Kauf einer Jacke mit einer Wassersäule von 4000 Millimetern; Werte darüber hinaus schaffen hingegen keinen Mehrwert. 

Eine Vielfalt an Outdoor-Jacken in verschiedenen Preisklassen von Marken wie Haglöfs, The North Face und Marmot gibt es z.B. beim Ottoversand.

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