Dienstag, 30. Mai 2017

 

Kneippen ist Immaterielles Kulturerbe

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat  bekannt gegeben, dass das „Kneippen als traditionelles Wissen und Praxis nach der Lehre Sebastian Kneipps“ in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Zu Anfang des vergangenen Jahres hatten die Stadt Bad Wörishofen, der Kneipp-Bund e.V. und der Verband der Kneippheilbäder und Kneippkurorte einen gemeinsamen Antrag eingereicht.

„Ich begrüße die positive Entscheidung der Kultusministerkonferenz. Das Kneippen findet mit der auch von den Experten der Deutschen UNESCO-Kommission empfohlenen Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis die verdiente Anerkennung. Der ganzheitliche Ansatz der Kneipptherapie ist heute so aktuell und wichtig wie eh und je. Die Aufwertung des Kneippens als immaterielles Kulturerbe wird dem Tourismus in diesem Bereich Rückenwind verleihen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Bayern Tourismus Marketing GmbH und Tourismusstaatssekretär Franz Josef Pschierer.

Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist

Zum Immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Formen immateriellen Kulturerbes sind entscheidend von menschlichem Wissen und Können getragen. Sie sind Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist, vermitteln Identität und Kontinuität. Zu dem exklusiven Reigen der immateriellen Kulturerben zählt nun auch das original bayerische Naturheilverfahren nach Sebastian Kneipp. „Für die Gesundheits- und Tourismusregion ist die heutige Bekanntmachung ein enormer Erfolg. Trotz zahlreicher Umbrüche im Gesundheitswesen erfreut sich die Kneipp-Kur als ganzheitliches Naturheilverfahren immer noch großer Beliebtheit, was sich auch in den kontinuierlich steigenden Ankünften in den elf Kneipp-Bädern Bayerns widerspiegelt“, freut sich Klaus Holetschek, Vorsitzender des Bayerischen Heilbäderverbandes. 

Die traditionelle Kneipp-Kur beruht auf dem Zusammenspiel von fünf Säulen: Basis ist die sogenannte Ordnungstherapie, die Lehre vom geregelten Leben, dem inneren und äußeren Gleichgewicht. Durch Yoga, Atemtherapie und auch Ausdauertraining kommt der Mensch wieder zur Ruhe und lernt Lösungen zu entwickeln, seinen Alltag besser zu bewältigen. Darauf aufbauend gibt es die Ernährungs-, Bewegungs-, Wasser- und Phytotherapie. „Unser kulturelles Erbe manifestiert sich nicht nur in Gebäuden, es ist lebendig, wie die Jahrhunderte alte Tradition Sebastian Kneipps zeigt. Als wichtiger Teil unseres Lebens und unserer gelebten Tradition trägt sie auch ein Stück weit zu unserer eigene Identität bei“, sind sich Pschierer und Holetschek einig. 

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