Schweizer Pass für Liebhaber

Buchtipp der Woche: Die Erschließung des Klausenpasses.

25. Mai 2019
#Schweiz, #Klausenpass

Der schon Ende des 19. Jahrhunderts angelegte Klausenpass steht bei Reisenden hoch im Kurs. Dies liegt an der landschaftlichen Schönheit der Schweizer Kantone Uri und Glarus, die er miteinander verbindet, aber auch an der recht anspruchsvollen Streckenführung. Ungeübte Alpenfahrer sollten hier aber Vorsicht walten lassen. Vor allem der als „Lini“ bekannte und nur mäßig gesicherte Abschnitt hat mit seinen unübersichtlichen Kurven bei schmaler Fahrbahn bereits zu einigen  Unfällen geführt. Bereits seit 2003 bemüht sich ein Verein hier um Entschärfung.

Nichtsdestotrotz konnte die Nutzung des Klausenpasses nach 1900 kaum unterschiedlicher sein: Die Älpler erreichten selbst periphere Heuställe motorisiert, Touristen passierten den Klausen unter ohrenbetäubender Lärmemissionen in immer höherer Geschwindigkeit und Rennradfahrer nahmen die Passhöhe als sportliche Herausforderung. Zwischen 1922 und 1934 wurde auf dem Pass sogar ein Bergrennen für Autos und Motorräder durchgeführt . Seit einigen Jahren wird das „Klausenrennen-Memorial“ mit historischen Fahrzeugen veranstaltet.

Jahrelangen Forschungsarbeiten

Das Buch "Die Erschließung des Klausenpasses" von Marion Sauter ist zunächst in der Schweiz erschienen. Mittlerweile ist es aber auch im deutschen Markt erhältlich. Es ist äußerst sorgfältig recherchiert, liebevoll gestaltet sowie reich bebildert und zeichnet die historischen Etappen der Erschließung des 46 Kilometer langen Passes nach. Die hauptsächlich schwarz-weißen Fotos von F. X. Brun sowie viele weitere Bilder und Kartografien bilden die optische Grundlage. Die erläuternden Texte entstammen den jahrelangen Forschungsarbeiten der Autorin Marion Sauter. Das Ergebnis ist ein Buch von Liebhabern – für Liebhaber. Es kostet 65 Euro und ist im Buchhandel erhältlich. 


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